4 Jahre NSU-Prozess: Kein Schlussstrich!

Der NSU-Prozess wird bald zu Ende gehen. Im Rahmen des Münchner Bündnis gegen Naziterror und Rassismus ist eine erster Aufruf zu einer Demonstration und zu Aktionen zu Beginn der Urteilsverkündung entstanden:

KEIN SCHLUSSSTRICH!

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.

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Bus aus München: AfD-Bundesparteitag in Köln verhindern!

Am 22. und 23. April will die AfD ihren Bundesparteitag im Maritim-Hotel in Köln abhalten. Gemeinsam mit vielen tausend Antifaschist*innen aus dem ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus werden wir das verhindern! Am Morgen des 22. 4. wird es Blockaden rund um den Veranstaltungsort geben, am Nachmittag wird zu einer antirassistischen Großdemonstration aufgerufen.

Zu den Protesten wird es eine gemeinsame Busanreise aus München geben. Tickets gibt es zu den Öffnungszeiten im Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102). Preis: 35€/ Soli: 45€

Der Bus wird am Abend des 21.4. los und am Nachmittag des 22.4. nach der Demo nach München zurück fahren.

Infos: http://nrw.nika.mobi / http://gegenrechts.koeln / http://antifa-ak.org

TALKIN `BOUT A REVOLUTION N°2

Vortrag und Diskussion mit Ingo Elbe: Entfremdung und (Lohn-)Arbeit. Eine Einführung in die Ökonomiekritik von Karl Marx

26. April, Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102)

Karl Marx analysiert die bürgerliche Gesellschaft als ein System, in dem alle Menschen den strukturellen Zwängen des Kapitals unterworfen sind. Nicht Entfaltung und Bedürfnisbefriedigung der Menschen, sondern Profitproduktion durch Ausbeutung von Lohnarbeit ist Marx zufolge das objektive, von den Strukturen einer Gesellschaft des Privateigentums und Marktes aufgezwungene Ziel der „Wirtschaft“. In diesem Kontext unterscheidet er zwei Formen von Entfremdung, denen die Menschen im Kapitalismus ausgeliefert sind. Eine allgemeine, die alle Menschen betrifft und auf die Unbeherrschbarkeit der Mechanismen materieller Reproduktion und den allgemeinen Zwang zur wechselseitigen Instrumentalisierung und Selbstinstrumentalisierung der Individuen für einen unmenschlichen Zweck abzielt. Und eine besondere Form der Entfremdung, die vor allem die Lohnabhängigen betrifft.

Der Vortrag soll einige Grundzüge der Marx‘schen Kapitalismuskritik mit Schwerpunkt auf diesen Formen der Entfremdung vorstellen.

Beginn: 21 Uhr TALKIN `BOUT A REVOLUTION N°2 weiterlesen

TALKIN `BOUT A REVOLUTION N°1

Vortrag und Diskussion: Einführung in die materialistische Staatskritik mit Moritz Zeiler

In der Linken gehen die Interpretationen über den Staat weit auseinander: für die einen ist er Garant des Allgemeinwohls, anderen gilt er als das Instrument der kapitalistischen Klassenherrschaft und wieder andere sehen in ihm das Terrain sozialer Kämpfe. Mit der Veranstaltung wird eine Einführung in die verschiedenen Ansätze materialistischer Staatstheorie skizziert. Dabei werden die zentralen Thesen marxistischer Theorie zum Begriff des Staates präsentiert: die instrumentelle Staatstheorie bei Lenin (Staat als Instrument der herrschenden Klasse), hegemonietheoretische Analysen des Staates bei Gramsci, Althusser und Poulantzas (Staat als materielle Verdichtung von Kräfteverhältnissen) sowie die Überlegungen von Paschukanis über das Verhältnis von Warenform, Rechtsform und Staatsform und die daran anknüpfende Staatsableitungsdebatte.

Moritz Zeiler ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er ist Mitherausgeber von “Staatsfragen. Einführungen in materialistische Staatskritik”, rls papers 2009. Demnächst erscheint: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung, Stuttgart 2017.

Beginn Vortrag: 21 Uhr

23.03.2017 Kafe Marat, Thalkirchner Straße 102

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe talkin ‚bout a revolution, die eine Einführung in die Gesellschaftskritik geben soll. Weitere Veranstaltungen folgen.

Mehr Fragen als Antworten

4 Jahre NSU-Prozess – kein Schlussstrich!

Nach vier Jahren ist ein Ende des NSU-Prozesses absehbar. Sowohl das Verfahren vor dem OLG München als auch die unterdessen 12 Parlamentarischen Untersuchungsausschüsse haben mehr Fragen als Antworten aufgeworfen. Wir ziehen keinen Schlussstrich: Wer war der NSU wirklich? Welche offenen Fragen und haarsträubenden Ungereimtheiten sind so ungeklärt wie zu Beginn des Prozesses? Was wurde zum Unterstützungs-Netzwerk wirklich aufgedeckt? Welche Konsequenzen hat es für die tief verstrickten Behörden gegeben – die Polizei und den Verfassungsschutz? Wurden die Erwartungen und Ansprüche der Betroffenen des NSU-Terrors an die Aufklärung erfüllt? Welche Konsequenzen müssen wir aus dem NSU-Komplex ziehen – in Zeiten des weltweiten Rechtsrucks und der zunehmenden Angriffe auf geflüchtete Menschen, Migrant*innen, Solidarische und Aktivist*innen?

Es diskutieren:

Axel Hoffmann (Rechtsanwalt aus Kiel, Nebenklagevertreter Keupstraße)
Robert Andreasch (freier Journalist, NSU-Watch, a.i.d.a. Archiv)
Orhan Mangitay (Mitherausgeber des Buches „Die haben gedacht, wir waren das“, IG-Keupstraße, Mitwirkender NSU-Tribunal)
Patricia Kessler (Moderation, RLS-Stipendiatin und Aktivistin)

Donnerstag, 16. März, 19.30 Uhr DGB-Haus, Gr. Saal, Schwanthalerstr. 64, Mehr Fragen als Antworten weiterlesen

Mobivortrag: Gegen den Naziaufmarsch am 18.02 in Würzburg!

Am 18.02 will die Nazikleinstpartei „Der III. Weg“ durch Würzburg marschieren. Das gilt es zu verhindern!

Am Freitag, 10.02 um 21 Uhr sind Genoss*innen der Antifa Würzburg im Kafe Marat zu Gast und erzählen etwas über den III. Weg, den Aufmarsch und die geplanten Gegenaktivitäten.

Weitere Infos zu den Gegenaktivitäten gibt es hier.

Café Global goes Marat!

Das Café Global kommt ins Kafe Marat! Es gibt veganes Essen und einen Vortrag über die Entwicklung der Frauenbewegung innerhalb der kurdischen Bewegung ab 1990 und die aktuelle Situation in Rojava. Wie emanzipierten sich die Frauen innerhalb der Bewegung und wie sieht ihre aktuelle Selbstorgansierung aus? Wir möchten Perspektiven für die deutsche Linke aufzuzeigen und im Anschluss gemeinsam darüber diskutieren.

 

Strömt zuhauf und bringt eure Genoss*innen mit!

Beginn: ca. 19 Uhr

 

Silvester zum Knast: Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Die Rote Hilfe München ruft am 31.12.2016 zu einer Kundgebung vor der JVA Stadelheim auf:

In guter linker Tradition wollen wir dieses Jahr Silvester vor den Knästen feiern und so unseren GenossInnen in Haft unsere Solidarität zeigen. Besonders denjenigen, die gerade in München nach §129b angeklagt werden und in Stadelheim seit über einem Jahr in Untersuchungshaft sitzen. Sie sitzen 24 Stunden am Tag in Einzelhaft. Begegnen sie anderen Gefangenen, müssen sich diese zur Wand drehen, damit sie keinen Blickkontakt haben können. Auch mit VerdeidigerInnen und Angehörigen können sie nur durch eine Glasscheibe kommunizieren.
Mit lauten Solidaritätsbekundungen wollen wir diesen Alltag durchbrechen. Wenn auch nur kurz, können wir ihnen so zeigen, dass wir sie nicht in den Knästen vergessen, sondern ihre Kämpfe weiter führen.

31. Dezember 2016, 22:00 Uhr
Knast Stadelheim, Stadelheimer Straße 12

Freiheit für alle politischen Gefangenen!